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26. 07. 2010

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27. Juli (10.8.)

Siebenzahl der Erleuchter Bulgariens

Sveti Sedmotschislenizi, die Siebenzahl der Erleuchter Bulgariens / 19.Jhdt, Hl.Alexander Nevski Kathedrale, Sofia, Bulgarien


Pluralität in den Heiligen: Viele Festtagsikonen zeigen eine Versammlung von Heiligen.
Die Siebenzahl der Erleuchter Bulgariens, Sveti Sedmotschislenizi, ist deutliches Beispiel.

Schon die Heiligen Brüder  KIRIL  und  METHODIY  ergänzen einander in ihrer Verschiedenheit:
Kiril - der Philosoph und Hofgelehrte der Völkerkunde Konstantin /
Methodiy - der zivile Verwaltungsspezialist und spätere kirchliche Hirte und Bischof.
Aber selbst diese ideale Konstellation menschlicher Qualitäten hätte nicht gereicht um das Evangelium unter den Slawen zum Sieg zu führen. Erst mußten die Heiligen Brüder ihre Weisheit an ihre Schüler weitergeben. Diese Schüler mußten aus Mähren vertrieben werden damit der Hl. KLIMENT und der Hl. NAUM das geistliche Erbe am See von Ochrid zur Reife bringen konnten. Der Hl. Bischof von Maehren GORASD wurde unter dem Einfluss der westlichen Kirche mit brutaler Gewalt vertrieben und starb kurz nachdem er das Bulgarische Gebiet erreicht hatte. Die Hl. Mönche ANGELARIJ und SAVA stehen stellvertretend für Tausende von begeisterten bulgarischen Christen, die unter dem ersten christlichen Zaren des ersten Bulgarenreiches das Fundament an geistlichen Texten in slawischer Sprache schufen, die dann die Christianisierung des weiten Raumes der Kiewer Rus´ ermöglichte.

All-Orthodoxe Versammlung, Sofia 1.10.1998

 

Pluralität in der Leitung der Kirche:
Der Heilige Geist leitet wie heute (oben, beim All-Orthodoxen Konzil in Sofia, Bulgarien, 1.10.1998) seit der Zeit der Apostel  -im Prinzip der Pluralität-  die Kirche (unten, 1. Oekumenisches Konzil von Nikaia (325)).

Ikone: Väter des 1. Oekumen. Konzils / Bulgarien 1829

Wie auf der Ikone des Konzils dargestellt, wird das Kollegium der Bischöfe durch die vielgestaltigen Kirchenväter ergänzt, die nicht Bischöfe sind. Stellvertretend für sie sind auf der Ikone unter anderem der Hofgelehrte des Kalifen von Damaskus mit Turban - unser Heiliger Hymnograph Johannes von Damaskus und mit dem Korb als Kopfbedeckung und der feurigen Rede der Heilige Spyridon, der wortgewaltige Verteidiger des orthodoxen Glaubens zu erkennen.
Dass Pluralität auch bedeuten kann, dass ein einzelner Mensch eine solche Fülle nicht mehr fassen kann, mag uns das Beispiel des Kaisers, des weltlichen Herrschers der damaligen Oekumene zeigen, der sichtbar überfordert in der Mitte der Ikone zu erkennen ist.
 

 

 

 

20. Juli (2.8.)

Hl. Prophet ELIAS

ELIAS, den Thesbiter,
hast Du,
Barmherziger,
von der Erde hinweggenommen,
auf dem Feuerwagen,
o Logos


Auf seine Bitten
errette uns,
die wir
gläubig Dich lobpreisen
und in Freude begehen
sein gotterfülltes und
ehrwürdiges Gedächtnis.



Festtagsikone Bulgarisch .Jhdt.

Prophet ELIJA in der Ikonenmalerei

 

Nicht im Beben der Erde,
sondern im linden Hauche,
hast du geschaut das Kommen Gottes, gottseligster ELIAS,
das einstens dich hat erleuchtet.
 

 

Възнесението на св. пророк Илия и три сцени от живота му. Икона от 1850 г. от църквата "Св. Димитър" в с. Тешево край Банско

Auf dem Wagen aber bist du vierspännig einhergefahren
und hast den Himmel durchquert
auf ungekannte Weise.
Gottbegeisterter, mit Staunen betrachtet.

Der Hl. ELIAS (eli-JA: " Mein Gott ist JAHWE )" war ein mutiger Kämpfer für den Glauben an JAHWE, den einen wahren Gott.
Er wird auch Thesbiter genannt, weil er aus Tischbe in Gilead kam, einem rauhen Bergland im heutigen Ostjordanland beidseits des Flusses Jabbok.
Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. zur Zeit des Königs Ahab (871 - 852 v.Chr.).
Von seinem Leben und Kampf gegen den " Baalkult " berichten uns die Bücher der Könige des Alten Testaments. König Ahab hatte, unter dem Einfluss seiner heidnischen Frau, in der Hauptstadt Samarias einen Baalstempel errichten lassen und war vom Glauben an den einen Gott der Väter abgefallen. Der Hl. Prophet ELIAS kündigte dem König eine grosse Dürre als Strafe Gottes an und kämpfte sein ganzes Leben lang für den einen Gott des Volkes Gottes und mit Gottes Hilfe gegen die vom Glauben abgefallenen Machthaber und falsche Propheten des Heidentums. Mehrmals auf der Flucht vor der Staatsmacht, wurde er immer wieder vom Herrn bestärkt, von Raben und später sogar von Engeln des Herrn versorgt.
Dieses mutige Auftreten gegenüber den Mächtigen und Gottes an ihm erwiesene Fürsorge machte den Heiligen ELIAS zu einem in allen orthodoxen Völkern sehr verehrten Volksheiligen.
Am Jordan gebietet der Hl. Elias, wie Moses in Gottes Namen dem Wasser, ein Zeichen, dessen wir orthodoxe Christen auch heute bei jeder grossen Wasserweihe gedenken. Am Ende seines Lebens sandte ihm Gott einen feuriger Wagen, von feurigen Rossen gezogen und der Hl. ELIAS fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.


 

 

 

 


All-Orthodoxe Versammlung, Sofia 1.10.1998

 

Pluralität in der Leitung der Kirche:
Der Heilige Geist leitet wie heute (oben, beim All-Orthodoxen Konzil in Sofia, Bulgarien, 1.10.1998) seit der Zeit der Apostel  -im Prinzip der Pluralität-  die Kirche (unten, 1. Oekumenisches Konzil von Nikaia (325)).

Ikone: Väter des 1. Oekumen. Konzils / Bulgarien 1829

Wie auf der Ikone des Konzils dargestellt, wird das Kollegium der Bischöfe durch die vielgestaltigen Kirchenväter ergänzt, die nicht Bischöfe sind. Stellvertretend für sie sind auf der Ikone unter anderem der Hofgelehrte des Kalifen von Damaskus mit Turban - unser Heiliger Hymnograph Johannes von Damaskus und mit dem Korb als Kopfbedeckung und der feurigen Rede der Heilige Spyridon, der wortgewaltige Verteidiger des orthodoxen Glaubens zu erkennen.
Dass Pluralität auch bedeuten kann, dass ein einzelner Mensch eine solche Fülle nicht mehr fassen kann, mag uns das Beispiel des Kaisers, des weltlichen Herrschers der damaligen Oekumene zeigen, der sichtbar überfordert in der Mitte der Ikone zu erkennen ist.
 


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