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2. 2. 2012

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2. FEBRUAR / 15. 2.

Fest der
Begegnung unseres Herrn
bei Seiner Darstellung im Tempel
mit dem gerechten Greis Simeon und der Prophetin Anna

~ SRETENIE ~       ~ YPAPANTI ~       ~ INTAMPINAREA  DOMNULUI ~


Rette,
Sohn Gottes,
getragen auf den Armen
des gerechten Simeon,
uns,
die wir Dir singen:
Alleluja !

Festtagsikone, Paris, Leonid USPENSKY ( - 1987)

Heiser, Lothar: zur Bedeutung von Fest und Ikone
Hl.ROMANOS der MELODE: Kontakion zum Fest
Stichira der Nachfeier

Nach CHRISTI GEBURT und THEOPHANIE ist das Fest der Begegnung unseres Herrn bei Seiner Darstellung im Tempel das dritte Hochfest der Menschwerdung und des Kommens des Gottessohnes im Fleische in unsere Welt.
Die Begegnung des Herrn mit Simeon, dem gerechten Greis und Anna, der alten Prophetin, ist zugleich:
- Symbol der Begegnung des Heils des Neuen Bundes mit dem Alten Bund, am Ende seiner Jahre. (Tatsaechlich endete mit der Festigung des christlichen Gottesdienstes der Tempeldienst im Jerusalemer Tempel ein fuer alle mal.)
- Erkenntnis der Begegnung der im Gottssohn wiederhergestellten menschlichen Natur mit der durch Suenden gealterten Menschheit
- Heilbringende Begegnung fuer die einzelne Menschenseele, der die Hoffnung bereits lange erstorben war, dass sie jetzt das neue Leben empfängt.
In dieser Begegnung wird der menschlichen Natur Erneuerung, Heilung und Wiederherstellung der Ergöttlichung zuteil.

Dieses Fest ist schon durch die roemische Pilgerin Aetheria in Jerusalem um die Wende vom 4. zum 5. Jahrhundert bezeugt und hat sich von dort aus in der gesamten Weltkirche verbreitet.


+++

Freue dich,
gnadenerfuellte, jungfraeuliche Gottesgebaererin !
Denn aus dir ist aufgestrahlt
die Sonne der Gerechtigkeit,
CHRISTUS unser GOTT.
Er erleuchtet
die sich bisher bewegten in Finsternis.
Frohlocke auch du,
gerechter Greis,
der du
den Befreier unserer Seelen auf den Armen traegst,
der uns auch die Auferstehung schenkt.

+++

Nun entlaessest Du, Herr, nach Deinem Worte
Deinen Knecht in Frieden.
Denn meine Augen haben gesehen Dein Heil,
das Licht zur Erleuchtung der Heiden,
das Licht zur Verherrlichung Deines Volkes.

+++

 

Heiser, Lothar:
Maria (Die Gottesmutter) in der Christus-Verkündigung des orthodoxen Kirchenjahres

Der Begegnung des Herrn mit Symeon, dem letzten vom Heiligen Geist geleiteten Seher des Alten Bundes, dem Repräsentanten der im Volke Gottes wach gehaltenen Hoffnung auf Erlösung und der Sehnsucht aller Menschen nach ewigem Leben, ist diese Ikone gewidmet.

Josef bringt die Tauben dar zur Erfüllung des Gesetzes, Sinnbilder des alten und neuen Gottesvolkes, der Kirche aus Juden und Heiden. Maria bringt Christus selbst dar, die Vollendung des Gesetzes und den Erlöser des Volkes Gottes. Den unfassbaren Gott, verborgen im kleinen Kind, legt sie in Symeons Arme, der ehrfurchtsvoll seine Hände verhüllt hat. Mit ihnen darf er greifen, was menschliches Begreifen übersteigt. Hier wird die Brücke geschlagen zwischen Gott und der Menschheit, zwischen dem Erlöser und den Erlösten. Von nun an soll es keine Hoffnungslosigkeit mehr geben und keine Gottverlassenheit unter den Menschen. Der Weg in die verheißene Heimat ist geebnet, das Tor geöffnet. Der Dienst der Propheten ist beendet, jetzt beginnt das Wirken der Kirche; der greise Symeon wird in den Frieden Gottes entlassen, das Gottesvolk aus den Heiden setzt sein Werk fort, das Reich Gottes zu verkünden und an seiner Verwirklichung mitzuarbeiten.

Ort der Vermittlung zwischen Gott und Menschheit ist Maria und die in ihr vorgebildete Kirche. Darum ist nicht der Tempel zu Jerusalem als Hintergrund für die Begegnung gewählt, sondern der Raum der Kirche, der Altar unter dem Baldachin.


Hymnisch wird die Aussage des Bildes und seine Aussage in der Liturgie besungen:
 

Der von den Cherubim getragen und von den Seraphim besungen wird,
wird heute nach dem Gesetz in den heiligen Tempel getragen
und nimmt seinen Thron auf den Armen des Greises ein.

Von Josef nimmt er
als gottgefälliges Geschenk im Turteltaubenpaar die unbefleckte Kirche an,
das neuerwählte Volk aus den Heiden,
und die 2 jungen Tauben,
da Er des Alten und Neuen Bundes Begründer ist.

Symeon, der die Erfüllung der an ihn ergangenen Verheißung erlangt,
segnet die Jungfrau, die Gottesgebärerin Maria,
und weist hin auf die Sinnbilder des Leidens Dessen,
der aus ihr geboren wurde.

Von Ihm erbittet er die Entlassung mit den Worten:
Nun entlässt Du mich, Gebieter,
wie Du mir verheißen hast.
Denn Dich habe ich geschaut,
das vorzeitliche Licht, den Retter,
den Herrn des Volkes, der Christen.

Idiomelon des Andreas von Kreta am Vorabend zum 2. Februar; Menaion, Februar

Heiser, Lothar:
Maria in der Christus-Verkündigung des orthodoxen Kirchenjahres, Tyciak, Julius † und Nyssen, Wilhelm † (Hsgb.)
Sophia, Quellen östlicher Theologie, Bd. 20, Trier 1981, S. 256 f.

hier aus St.Andreas Bote



 

Hl. ROMANOS der Melode:
Quelle
Kontakion auf den EMPFANG UNSERES HERRN

Oikos 8,9,12,13 nach Lk 2,25-40


Groß und voll des Ruhmes bist Du,
den der Höchste im Verborgenen zeugte,
allheiliger Sohn Marias.

Einen
nenne ich Dich,
zugleich sichtbar und unsichtbar,
fassbar und unfassbar,
der Natur nach als Gottessohn vor aller Zeit
erkenne ich Dich und glaube an Dich,
doch bekenne ich,
dass Du auch übernatürlich der Sohn der Jungfrau bist.

Deshalb wage ich es,
Dich wie eine Lampe zu halten;
denn jeder, der eine Lampe trägt, wird erleuchtet, nicht verbrannt.
Daher erleuchte mich, Du unverlöschliche Lampe,

Du
der allein die Menschen liebt!
  

Dies vernahm die unbefleckte Jungfrau,
von Unruhe erfasst trat sie näher,
der Greis aber sprach zu ihr:

Alle Propheten haben deinen Sohn verkündet,
den du ohne Zeugung gebarst.

Dich meinte der Prophet,
als er ihnen jubelnd das Wunder verkündete,
dass du die verschlossene Pforte bist, o Gottesgebärerin:

Durch dich trat ja der Herr ein und wieder heraus;
und weder geöffnet noch auch nur bewegt wurde deiner Keuschheit Pforte,
welche Er allein durchschritt und heil bewahrte, Er,
der allein die Menschen liebt.


 
Von Christus bestärkt,
verkünde ich dir,
dass hieraus ein Zeichen des Widerspruches entstehen wird.

Dies Zeichen aber wird das Kreuz sein,
welches die Gesetzesfeinde Christus errichten werden.

Den Gekreuzigten werden die einen als Gott verkünden,
die anderen wiederum als Menschen,
indem diese die Glaubenssätze der Gottlosigkeit,
jene aber die der Gottesfurcht vorbringen.

Für himmlisch halten die einen seinen Leib,
die anderen für Trug;
Fleisch habe Er unbeseelt von dir angenommen, sagen sie,
die anderen: beseelt – Er,
der allein die Menschen liebt!

 

Solche Widersprüche wird das Geheimnis hervorrufen,
dass selbst deinem Verstande Zweifel kommen werden.

Und wenn du dann deinen Sohn ans Kreuz genagelt siehst, Makellose,
wirst selbst du, obgleich der Worte eingedenk, die der Engel sprach,
plötzlich an der göttlichen Empfängnis und den unsagbaren Wundern zweifeln.
Wie ein Schwert wird dich der Widerstreit des Leides treffen;

doch danach wird er als schnelle Heilung deinem Herzen
und seinen Jüngern den unbesiegbaren Frieden aussenden, Er,
der allein die Menschen liebt.


Johannes Koder:
" Mit der Seele Augen sah er deines Lichtes Zeichen "
Romanos der Melode
Hymnen des orthodoxen Kirchenjahres
(Wien 1996)
hier aus St.Andreas Bote

 

Stichirion
Quelle
aus dem Vespergottesdienst der Nachfeier am 3.Februar


Der Alte der Tage (Dan 7,9),
der das Gesetz einst auf dem Sinai dem Mose übergab,
wird heute als Kind geschaut.

Nach dem Gesetz,
obwohl des Gesetzes Schöpfer,
erfüllt er das Gesetz.
Er wird in den Tempel getragen
und dem Greis übergeben.

Ihn empfängt Simeon, der Gerechte;
und da er der Anordnungen Erfüllung gekommen sieht,
ruft er voller Freude:
Geschaut haben meine Augen das seit Ewigkeit verborgene Geheimnis,
welches am Ende dieser Tage offenbar wurde,
das Licht, das der ungläubigen Völker Dunkelheit erhellt,
und den Ruhm des neuerwählten Israel.
Deshalb entlasse Deinen Diener
aus den Fesseln dieses leiblichen Daseins
in das junge und wunderbar unvergängliche Leben,
da Du der Welt das grosse Erbarmen gewährst.


Stichirion aus dem Vespergottesdienst zur Nachfeier
3. Februar, Anthologion I, 1586
Lothar Heiser:
QUELLEN der FREUDE, Die Hochfeste der orthodoxen Christen  

(Verlag Fluhegg 2002)
CH-6442 Gersau
ISBN 3-909103-19-7
 



ORTHODOX  CHRISTIAN  FAITH   in  AUDIO:  
http://ourlifeinchrist.com


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